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Hallo da draußen. Da wahrscheinlich niemand dieses Geschriebene wahrnehmen wird, woran ich zugegeben nicht ganz unschuldig bin, kann ich auch gleich die ganze Wahrheit erzählen. Ich bin nicht aus der Gegend, nein aber genauer gesagt komme ich von sehr, sehr weit her.

 

Ich hatte einen Auftrag in der Gegend, den ich nun fast abgeschlossen habe. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass diese Aufgabe eine riesige Herausforderung für mich wäre und es viel Widerstand geben würde, aber ich habe mich getäuscht. Es war geradezu lächerlich einfach und der Gedanke langweilt mich. Es hörte sich in der Auftragsbeschreibung so vielversprechend an: "Infiltrieren Sie einen Planeten und bereiten sie diesen zur Übernahme vor".Ich habe mich sehr gut auf diesen Auftrag vorbereitet, denn ich würde ihn aus technischen Gründen allein durchführen müssen. Der Ziel-Planet ist sehr interessant wegen seiner vielfältigen Fauna und Flora. Leider beheimatet er auch eine kriegerische Rasse Primaten, welche es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht hat, ihren Lebensraum in kürzester Zeit zu zerstören.Diese Information ließ mich aufatmen, denn ich würde es wohl kaum mit einer intelligenten Lebensform zu tun haben. Angekommen bin ich an einem schönen Frühlingstag. Das Klima war herrlich mild. Die Flora stand in voller Blüte und die Fauna in der Reproduktionsarbeit. Dieser blaue Himmel, der Duft und der milde Wind. Selten habe ich einen so wunderschönen Planeten gesehen.

Punkt 1 in meinem Plan war das gezielte Streuen von Fehlinformationen unter der Bevölkerung und in den Medien. Die Interessenvertreter der Primaten, so genannte Politiker konnten mit Hilfe der planetaren Tauschware, wobei es sich komischer Weise um Papierbündel handelt, schnell überzeugt werden. Das funktionierte nicht auf jedem Planetenteil. Manche bevorzugten tödliche Massebeschleunigungsgeräte, andere psychisch aktive Wirkstoffe und wieder andere wollten einen Platz unter den Mächtigen der neuen Welt. Nachdem ich das Vertrauen von Abgesandten jeder Weltgruppe erkauft hatte, konnte ich zu

Punkt 2 in meinem Plan übergehen. Die Manipulation der Technologien. Es war ziemlich einfach, einen Hersteller von Kommunikationsgeräten davon zu überzeugen, dass alle Primaten ein kleines Kommunikationsgerät brauchen, um ständig in Kontakt zu jedem sein zu können. Ich argumentierte mit dem Versprechen, dass ein großer Ertrag des Planetaren Tauschmittels zu erwarten sei. Die technologische Basis lieferte ich gleich mit. Was keinem auffiel ist die Tatsache, dass mit diesen kleinen Geräten das Verhalten der Primaten gezielt gesteuert werden kann. Danach spielte ich den jeweils größten Gruppen des Planeten gezielt Waffenpläne zu. Einen Teil davon ließ ich kleineren Gruppen von aufständischen Primaten zukommen.

Punkt 3 war die Manipulation der gesellschaftlichen Zusammenhänge der Primaten. Sie leben in einer Ordnung, in welcher sich viele Primaten einige wenige Führer aussuchen, welche dann über einen längeren Zeitraum über das weitere Vorgehen der Primatengruppe entscheidet. Es war geradezu lächerlich einfach, da diese Vertreter bereits gekauft waren und ich nur noch dafür sorgen musste, dass auch genau diese Vertreter wieder ausgesucht werden. Dazu war es nur notwendig in den manipulierten Informationssystemen der Primaten zur richtigen Zeit falsche Informationen zu streuen. Den Rest erledigte ich mit den rückständigen binären Rechensystemen der Primaten.

Punkt 4 war sehr einfach abzuhaken, da die Primaten sehr Selbstsüchtig und egoistisch sind. Ich habe mir willkürlich ein paar ausgewählt, welchen ich viel der Planetaren Tauschware zuspielte und gleichzeitig eine Möglichkeit anbot, es vor den anderen zu verstecken. Den nicht Ausgewählten erzählte ich, wie sie dieses Versteck finden können.

Punkt 5

Die einfachste aller Aufgaben: Warten - 10 planetare Sonnenumrundungen lang.

Punkt 6 ist quasi schon die Nachbereitung. Ich musste sicherstellen, dass die Primaten für mein Volk keine Bedrohung mehr darstellen. Auf jedem Planetaren Teil herrschen tödliche Auseinandersetzungen. Die mächtigsten Gruppen stehen kurz davor sich mit Wasserstofffusionsapparaten gegenseitig zu vernichten. Zusätzlich werden sie von aufständischen Gruppierungen bedroht. Die meisten Bewohner sind nun unzufrieden mit ihren ausgesuchten Vertretern. Die von mir bevorzugten Primaten haben jetzt den Großteil des planetaren Tauschmittels, während die andern fast nichts mehr haben.

Der Nachwuchs ist nur noch damit beschäftigt, die sinnlose Kommunikation über die kleinen Geräte aufrecht zu erhalten und bekommen von ihrer Umgebung absolut nichts mehr mit. Jene, welche sich zu den Verlierern dieses Spiels zählen, konsumieren in rauen Mengen die psychoaktiven Stoffe.

 

Planet, du bist bereit endlich von diesen parasitären Primaten gereinigt zu werden!

 

Ich werde jetzt nach Hause telefonieren (der musste sein).

 

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